12.06.2021

(Noch) keine Lösung, aber ein Kompromiss - Radverkehrsführung Hude-Süd

Zu schmal und in einem schlechten Zustand - gemeinsamer Geh- und Radweg an der Hohen Straße

Der im GUA (Ausschuss für Gemeindeentwicklung und Umwelt) getroffene Beschluss bzgl. der Hohen Straße ein Verkehrsplanungsbüro zu beauftragen, begrüßen wir. Dabei sollte nach Möglichkeit - wie vorgeschlagen - ein Büro aus den Niederlanden oder Dänemark beauftragt werden. Denn dort weiß man, wie Radverkehrsförderung geht!

Wer Radwege ausschildert oder gar als benutzungspflichtig ausschreibt, muss auch dafür sorgen, dass diese Wege genügend breit und den Empfehlungen und Regelwerken entsprechen. Auch muss für den Unterhalt der Wege gesorgt werden. Das ist leider in unserer Gemeinde bzw. im Landkreis nicht überall der Fall. Folgerichtig muss Radfahrenden die Wahl gelassen werden, ob sie solche schlechten und regelwidrigen Wege nutzen wollen, solange keine richtigen Radwege vorhanden sind.

„Gehweg - Radfahrer frei“ kann dabei nur ein kurzfristiger Kompromiss sein. Denn diese Ausweisung sorgt weder für eine sichere und komfortable Radverkehrsführung, noch schafft sie mehr Sicherheit und Aufenthaltsqualität für den Fußverkehr.Daher brauchen wir echte Radwege, getrennt vom Autoverkehr. Denn dort radeln die Menschen am liebsten.Für echte Radwege muss dann ggf. auch der Verkehrsraum neu aufgeteilt werden. Denn bisher wird das Auto in unserer Gemeinde übervorteilt. Dabei sind die meisten Ziele in der Gemeinde bequem zu Fuß oder mit dem Rad zu erreichen. Diese Verkehrsarten müssen wir fördern!

Wir wollen aber auch das Auto nicht ausschließen oder verbieten. Hier und da wird es aber notwendig sein, dass man sein Auto nicht direkt vor jeder Türe abstellen, durch jede Straße in jede Richtung durchfahren oder mit hohem Tempo unterwegs sein kann.

Damit die Verkehrsführung im Ort kein Stückwerk wird und wir alle Menschen und Verkehrsarten mitnehmen und berücksichtigen können, brauchen wir ein Verkehrskonzept für die Gemeinde. Dazu gehört auch eine Lösung für den Schwerlastverkehr!

Einen Anfang sollte ein Radverkehrskonzept machen, welches leider durch die anderen Fraktionen  hinausgezögert wird. Im September wird unser Antrag bzgl. der Erstellung eines solchen Konzeptes erneut beraten. Aber auch die Bürger*innen haben im September die Wahl, ob Sie die Verkehrswende, eine sicherere und komfortablere Verkehrsführung für den Fuß- und Radverkehr und mehr Aufenthaltsqualität in unserer schönen grünen Gemeinde wünschen! Denn diese Punkte haben wir Grüne uns für die kommenden Jahre vorgenommen. Unterstützen Sie uns!

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