BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Grüne Oldenburg Land

Pressemitteilung: Förderprogramm für Ausbau von Radinfrastruktur nutzen

31.08.21


Grüne fordern mehr Tempo bei der Umsetzung von Projekten zur Radverkehrsförderung

Die Gemeinde Hude ist immer noch sehr stark auf das Auto fokussiert. Das ist nach Ansicht der Grünen nicht nur schlecht für das Klima, sondern auch für die Aufenthaltsqualität in der Gemeinde. Die Förderung des Fuß- und Radverkehrs ist daher wichtiger Baustein für den Klimaschutz.

Im Rahmen des Förderprogramms „Stadt und Land“ können jetzt Verbesserungen für den Radverkehr mit bis zu 80% gefördert werden. Um in den Genuss der Förderung zu kommen, müssen Projekte allerdings bis Ende 2023 umgesetzt worden sein. Kaum Zeit, um größere Projekte neu zu planen und zu realisieren.

Die Grünen ermutigen daher die Gemeinde, kleinere oder in der Planung weit fortgeschrittene Projekte für ein besseres Fahrradklima zügig auf den Weg zu bringen.
Zu den Projekten gehört unter anderem das von den Grünen mehrfach vorgebrachte Vorrangroutennetz für Hude-Süd, für welches bereits seit 2015 Planungen vorliegen. Insbesondere die radfahrenden Schüler*innen würden von dieser Maßnahme profitieren.
Aber auch die Modernisierung der Radabstellanlagen an den Bahnhöfen soll vorangetrieben werden. Nicht nur, wie derzeit geplant, für Hude-Süd, sondern auch für die Nordseite und den Bahnhof in Wüsting. „Wir brauchen auch sicherere Abstellanlagen, wie Fahrradkäfige oder -boxen als Angebot“, betont Karin Rohde und weist auf die Fahrraddiebstähle aus der Vergangenheit hin.
Auch weitere Abstellflächen für Fahrräder können in der Gemeinde neu errichtet oder modernisiert werden. „An Autoparkplätzen mangelt es nicht, aber gute und sichere Radabstellflächen sind rar.“, so Christian Lüdke. Er kritisiert vor allem die sogenannten „Felgenkiller“, bei denen nur das Vorderrad einklemmt wird und so das Rad schlecht gesichert werden kann. Auch vor öffentlichen Einrichtungen in Hude finden sich diese altertümlichen Abstellanlagen, wie z.B. im Rathausumfeld oder an den Schulen. „Förderfähig sind jederzeit öffentlich zugängige Radabstellanlagen“, so Lüdke weiter.

Verstimmt sind die Grünen darüber, dass die Erstellung eines Radverkehrskonzepts für die Gemeinde immer noch nicht auf den Weg gebracht worden ist. Auch für den kommenden Ausschuss für Gemeindeentwicklung und Umwelt deutet sich an, dass die Erstellung sich wieder einmal verschiebt. Dabei sind die Verkehrsströme nach Ansicht der Grünen nicht unerheblich für die Umsetzung des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK). „Man kann doch nicht für mehr Aufenthaltsqualität im Kernort planen und bauen und dann erst am Ende schauen, wie man den Verkehr integriert“, so Rohde. Das Radverkehrskonzept soll dabei auch die Belange des Fußverkehrs berücksichtigen, der sich mit dem Radverkehr derzeit die knappe Fläche am Rand teilen muss, nicht nur entlang der Parkstraße, sondern auch an vielen anderen Stellen in der Gemeinde.

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