BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Grüne Oldenburg Land

Energie-Netz-Werk

zurück zu: Kurzvorstellung Bernd Behling
zurück zu: Harpstedt

Projektplan:
100% Erneuerbare Energie
Energie-Netz-Werk

Landkreis Oldenburg

Ein Energieerzeugernetzwerk für die regenerative, kommunale Energieerzeugung in Zusammenarbeit mit dem Klimazentrum Kirchhatten und der Harpstedter Energie Agentur.

Der Projektplan ist wie folgt angelegt:

Energie-Netz-Werk des Landkreises Oldenburg

  • Jede Samtgemeinde, jede Gemeinde und jede Stadt im Verbund erstellt einen Energiebedarfsplan. Ebenfalls ermitteln die einzelnen Gemeinden, welche Energiemenge sie eigenständig erzeugen können. Dann wird von jeder Samtgemeinde, Gemeinde und jeder Stadt eine Energiebedarfsdifferenz ermittelt. Diese Differenz weist aus, welche Energiemenge von anderen Gemeinden ergänzt werden muß. Hier unterscheiden sich die Energieverbraucher nur dadurch, wie die nötige Energie erzeugt werden kann – städtisch oder ländlich. Die gesamte Energieerzeugung richtet sich nach den maßgeblichen Vorgaben des Grünen Energieszenarios.
  • In diesem Netzwerk sollen alle Energieerzeuger, ob privat oder öffentlich, enthalten sein. Es sollte ein von den Bürgern verwaltetes Energienetzwerk entstehen, wie es in anderen Bundesländern bereits praktiziert wird, in denen kein Energieerzeuger ein Monopolist werden kann. In diesem Netzwerk schließen sich Kooperativen und Privaterzeuger zusammen. Das Netzwerk soll in kommunaler Verwaltung liegen.
  • Im Netzwerk führen die Gemeinden: Dötlingen, Ganderkesee, Großenkneten, Hatten, Hude, Wardenburg, die Samtgemeinde Harpstedt, und die Stadt Wildeshausen als Erzeuger und Geschäftsführer die Geschäfte des Verbundes aus. In diesem Verbund soll darauf geachtet werden, dass die Energieerzeugung, die Wartung, die Reparatur und das Repowering bürgernah und kommunal verwaltet werden.
  • Überschüssige Energie kann unter dem Gesichtspunkt der Kostendeckung an Nachbargemeinden gegeben werden. Hierfür gilt die volle Kostentransparenz, die ohne eine Einschränkung durchgeführt wird. Kontrolle darüber hält ein Bürgergremium.
  • Im Netzwerk des Landkreises sind alle Einwohner gefordert, sich zu beteiligen.
  • Im Netzwerk soll Energie eingespart werden, also ist die kleinste Einheit das Energieeinsparen oder aktiv daran arbeiten, wie gespart werden kann.
  • Eine weitere Möglichkeit, aktiv zu sein, kommt den Eigentümern von Immobilien zu. Hier kann an den Immobilien alles an Energieeinsparungs- und Erzeugungsmöglichkeiten umgesetzt werden, was im Energieszenario beschrieben wird.
  • Weiter geht es mit den Unternehmen, die im Landkreis ansässig sind. Die Energie, die nicht benötigt wird, kostet auch nichts. Die Energie, die über den eigenen Bedarf produziert wird, kann ins Netz eingespeist werden, gespeichert werden und kommt bei erhöhtem Bedarf dem Unternehmen wieder zu Gute.
  • Auch kommunal wird soviel Energie erzeugt wie nötig, nicht zwingend wie möglich. Denn auch eine übersteigerte Überproduktion ist nicht das angestrebte Ziel.
  • Denn wir alle wollen Energiesparen als erste Energieerzeugung.
  • Im Netzwerk des Landkreises sollte der Startschuss zeitnah fallen.
  • Dieses Netzwerk sollte aus Einzelaktivitäten, aber auch aus kreativen Interessensgemeinschaften bestehen. Alle Energieerzeugungsanlagen, ob Wind oder Solar oder auch wenige Biogasanlagen müssen finanziert werden, das geht im Netzwerk Verbund leichter als einzeln.
  • In diesem Verbund des Landkreises sollte eine Finanzierungsmöglichkeit durch Darlehen für Energieerzeugungsanlagen enthalten sein. Wenn das Energie-Netz-Werk läuft, werden die Darlehen durch Einsparung, Erzeugung und Ertrag getilgt. Bis zur finanziellen Unabhängigkeit des Energie-Netz-Werkes.
  • Im Energie-Netz-Werk sollte die Gemeinschaft als Träger der Energieerzeugung und der Startfinanzierung der Garant sein.
  • Diese Energieversorgung kommt von den Bürgern selbst und nicht von den Energiekonzernen. Damit ein solcher Start gelingt, ist ein Verbund der beste Weg um finanzielle sowie planerische Hürden zu überwinden. Somit sollte jede Stadt, Gemeinde und Samtgemeinde im Verbund ihren Bedarf und ihre Möglichkeiten der Energieerzeugung ermitteln und anschließend mit ihren Daten an dem Aufbau des Verbundes mitwirken. Schon bei der Planung und Ermittlung der Daten ist Gemein­samkeit ein erstrebenswertes Ziel.
  • Im Netzwerk sind die Maßgaben des Grünen Energieszenarios die Grundlage. Übergangslösungen sind möglich und nicht ausgeschlossen; sie bleiben jedoch ein Übergang. Dieser Fakt sollte bei der Planung von Übergangslösungen bereits mit bedacht werden.
  • Im Netzwerk können Bürgerwindparks, Solarparks und Photovoltaikanlagen entstehen oder ähnliche Bürgerkraftwerke. Den Anstoß für diese Kraftwerke muß der Verbund geben, um eine hohe Akzeptanz bei den Bürgern zu erhalten. Um die regionale Wirtschaft zu stärken sollten die im Landkreis ansässigen Unternehmen mit der Beratung und Durchführung betraut werden.
  • Ein wesentliches Merkmal soll die Möglichkeit der finanziellen Beratung und Unterstützung von Maßnahmen sein. Besonders bei privaten Familien/Haushalten sollten Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung gegeben sein. Gerade hier liegt ein großes Potential für Maßnahmen der Energieeinsparung und in verschiedenen Varianten der Energieerzeugung, jedoch nur geringe Kapitalkraft.
  • Der nächste Punkt: Es muss eine detaillierte Einweisung in die Möglichkeiten der 100% EE an alle Einwohner der Gemeinden vermittelt werden. An dieser Stelle hat das Klimazentrum Kirchhatten hohe Kompetenz. Zusätzlich sollten Paten für Beratung der Bürger zur Verfügung stehen um mit Rat und Tat am Objekt zu unterstützen. Den Start der Harpstedter Energie Agentur sollte man zum Anlaß nehmen sich ebenfalls rechtzeitig mit beiden Einrichtungen zusammen zuschließen um den Aufbau und die Planung vom Anfang an zu begleiten und zu beeinflussen.
  • Diese Initiative des Energie-Netz-Werkes des Landkreises Oldenburg wird von den Einwohnern der Gemeinden geführt und sollte die volle Unterstützung in Beratung und Finanzierung der politischen Landes- und Bundespolitik erhalten.
  • Die Finanzierung der entwickelten Projekte sollte von Geldinstituten unterstützt werden, ebenso bieten sich auch hier Verbundfinanzierungen von privaten Geldanlegern an.
  • Dieser Projektplan wird vom Klimazentrum Kirchhatten mit unterstützt.
  • Die Mitgliedschaft im Klimazentrum fördert kompetente Beratung und die Unterstützung bei Projekten aus bereits gewonnener Erfahrung.
  • Es sind bereits Kooperativen und Zusammenschlüsse gegründet. Ein Bürger­windpark ist ebenfalls durch das Klimazentrum Kirchhatten ins Leben gerufen worden. Hier sind alle Mitglieder aufgefordert aktiv mitzuarbeiten. Für die Samtgemeinde Harpstedt mit den Orten Beckeln, Colnrade, Dünsen, Harpstedt, Groß Ippener, Kirchseelte, Prinzhöfte und Winkelsett sollte eine 100% EE Lösung ebenfalls kurzfristig von den Bürgermeistern, Räten oder den Verbänden initiiert werden. Je schneller gehandelt wird umso früher ist die Samtgemeinde unabhängig.
  • Dieser Plan ist eine erste Idee mit der Bitte um Ihre Meinung weitere Beiträge und Aktivitäten.
  • Für die Erarbeitung einer genauen Bedarfsanalyse des Landkreises Oldenburg in Bezug auf Energieverbrauch und die Möglichkeit der Energieerzeugung, stehen dem Landkreis, somit auch der Samtgemeinde, Hilfsmittel zur Verfügung.
  • Ein erster Schritt wäre die Untersuchung der in der Samtgemeinde vorhandenen Gebäude auf die Möglichkeiten der Energieeinsparung und der Isolierung. Diese Untersuchung innerhalb des Gebäudes kann durch Optimierung der Haustechnik vorgenommen werden, des gesamten Gebäudes durch verbesserte Isolierung von Außenwänden und Dächern.
  • Mit Hilfe von Luftbildaufnahmen kann untersucht werden, welche Dachflächen
    für die Planung der photovoltaischen und solarthermieschen Energieerzeugung geeignet sind. Hierfür bieten die im Landkreis ansässigen Unternehmen ihre Kompetenzen an. Der Einbau von entsprechenden Heizungssystemen ist über den Fachbetrieb kein Problem.

zurück zu: Kurzvorstellung Bernd Behling
zurück zu: Harpstedt