BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Grüne Oldenburg Land

Lern-Förder-Projekt "MitHilfe"

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Kurzbeschreibung Projektidee:

Dies ist Projekt, an dem alle, an Schulungen, insbesondere Schule, Ausbildung und Studium beteiligte Personen und Einrichtungen mitwirken können. Eine Förderung, die allen Menschen zu Gute kommt.
Jeder sollte das Recht haben, in seinem spezifischen Tempo zu lernen; dadurch wird das Lernen intensiver und die persönliche Begabung wird gefördert.

Dieses Projekt könnte alle Aktivitäten von Lernenden, Lehrenden, Eltern, Schulen, Universitäten, Hochschulen und Instituten verbinden. Es könnte um den Versuch gehen, die Bildungsreformdesaster der letzten Jahre oder sogar Jahrzehnte, eingebunden in die IGS abzumildern.

Bisherige Reformversuche

Seit den 60-er Jahren wurden mit den damaligen Erstklässlern, mit uns, Versuche angestellt. Damals waren es die Kurzschuljahre, es folgten Reformen über Reformen. In jedem neuen Schuljahr gab es neue Ideen, aber keine Erfolge, also machten alle weiter.

Die letzte Reform, die ich mitmachen durfte, war die Umstellung an Hochschule und Universität vom Abschluß Diplom auf den Abschluss Bachelor und Master.
Man wandelt schon wieder auf verworrenen Pfaden, wie durch Prüfungsordnungen an Hochschulen und Universitäten sowie nicht klar definierten Abschlüssen eindeutig festzustellen ist.

Dieses Projekt könnte einen Beitrag dazu leisten allen lernenden Menschen eine Möglichkeit mehr zu geben, intensiv zu lernen, durch das Projekt „MitHilfe“ beim Lernen.

Durch die „MitHilfe“ aller Beteiligten könnte jeder lernende Mensch wertvolle Beiträge für seine Mitmenschen erbringen.

Schule

Unter der Leitung der IGS könnten in diesem Lernförderprojekt „MitHilfe“ den Lernenden die Möglichkeit der Unterstützung und der „Zeitverschwendung“ zum Lernen gegeben werden.
In geförderten Lerngruppen könnten Lernende die Lerninhalte auf eine Art erarbeiten, die ihrer persönlichen Lernmethode besser entspricht, als nur die, während des Unterrichts dargebotene.

Studium

Während einer Lehrveranstaltung in großer Veranstaltung wird sehr pauschalisiert. Wie der einzelne Lernende die dargebotenen Lerninhalte verarbeitet, ist dort nicht zu erkennen. Anschließend benötigen diese Lernenden keinen Nachhilfeunterricht sondern eine persönliche Aufarbeitung der dargebotenen Lerninhalte.

Um dem ständig steigenden Stress während des Lernens umzuwandeln in eine effektive Motivation zum Lernen, wäre es sinnvoll, dem Lernenden Unterstützung zukommen zu lassen, durch die Gabe von Zeit zum Lernen. Denn intensives Lernen fördert die Hinterfragung eingefahrener Wege und fördert oft neue Denkweisen zu tage.

Abschied von Verkürzung und Beschleunigung

Ein Vorschlag wäre, den Abschied von Verkürzung und Beschleunigung während des Lernens einzuleiten. Dies gilt sowohl für Lernen in der Schule und im Studium.
Jede/r Lernende ist irgendwann mit der Ausbildung fertig, hört jedoch nicht auf zu lernen. Denn jeder sollte jeden Tag dazulernen.

Das LFP „MitHilfe“ könnte bei der Durchgängigkeit der Ausbildung Unterstützung für die Lernenden bieten. Für jede Art von Lerninhalte stellt man Arbeitsgruppen zusammen, die dem Lernenden kontinuierlich zur Verfügung stehen. In diesen Gruppen werden Lerninhalte verdeutlicht und intensiviert und kritische Anmerkungen bearbeitet.

Zeitpunkt von Abschlüssen variabel

Es sollte die Möglichkeit gegeben sein, Abschlüsse nach Lernziel und Reife zu machen und nicht nur nach festen Zeitplänen. Denn ein/e Lernende/r kann in der Lage sein, sehr schnell auswendig zu lernen, ist aber nicht hochbegabt weil der/ die Lernende es in der Praxis nicht umsetzen kann.

Lernen in Praxis

Im Projekt „MitHilfe“ sollte das Erlernte in praktischen Projekten angewendet werden können. Diese Projekte dienen der Übung, der Überprüfung des Wahrheitsgehaltes der Lerninhalte und der Erkenntnis. dadurch lassen sich Lerninhalte im Unterricht in der praktischen Anwendung zu erleben. In den Projekten sollen die Lernenden die Lerninhalte begreifen können, d.h. es sollte eine optische oder sogar eine mit den Händen greifbare Erkenntnis dabei heraus kommen.
Hierbei lassen sich Experimente erarbeiten und an jeglicher Art der praktischen Umsetzung und der praktischen Einsetzbarkeit arbeiten. Jeder Lerninhalt sollte seine Alltagstauglichkeit unter Beweis stellen.

Auch wenn der Inhalt des Lernens dadurch zeitintensiver erarbeitet wird, lohnt sich der Aufwand, weil Zusammenhänge, die man wirklich begriffen hat für immer abrufbar bleiben.

In dieser Lernform soll nicht das schnell auswendig Lernen, sondern das nachhaltige Anwenden von Fähigkeiten vermittelt werden. Die Wissensvermittlung nähert sich dabei sehr stark dem Ablauf einer praktischen Ausbildung an. Während einer handwerklichen Ausbildung werden Lerninhalten vorgetragen und auch angewendet durch praktische Anwendung. Dadurch ergibt sich eine sehr intensive Vermittlung von neuen Lerninhalten.

Zeitlich parallele Lerngruppen

Daraus ergibt sich mein Vorschlag, die Vermittlung von Lerninhalten auf eine breitere Basis zu stellen. Für die gesamte Zeit des Lernens sollte parallel eine Lerngruppe für jeden Stoffinhalt veranstaltet werden. Hieraus ergeben sich ebenfalls gute Möglichkeiten alle Integrations- und Inklusionsprojekte voran zu bringen. In diesen Lerngruppen kann so intensiv und praxisbezogen gelernt werden, daß jede Lerngeschwindigkeit berücksichtigt wird. Die/Der schnell lernende und die/der intensiv Lernende unterstützen sich gegenseitig in der Lerngruppe und die Lerngeschwindigkeit wird allen Anforderungen angepasst.

Chancengleichheit

Allen Lernenden sollen die gleichen Chancen gegeben werden. Nicht Ausgrenzen sondern Zusammenführen in parallel laufenden Lerneinheiten. Diese Lerneinheiten sollten von allen an der Ausbildung der Lernenden beteiligten unterstützt werden, um das Projekt durchgängig zu machen. Es muß zuhause bei den Lernenden beginnen und in die Lerngruppen hineingetragen werden. In bildungsschwächeren Familien sind Hilfsmaßnahmen erforderlich. Dieses kann innerhalb der Lerngruppen und mit intensiver Betreuung durch die Lehrenden erfolgen.

Dieses Projekt „Mit Hilfe“ könnte als Ganztages-Form eingeführt werden, um eine intensive weiterführende Betreuung der Lernenden gewährleisten zu können. Hier sollte dann vom Beginn der Schulzeit an die Vollzeitform für die Abdeckung aller Lernformen gegeben sein.

Lernprojektabschluss als Prüfungsabschluss

In diesem Projekt könnte der Lernprojektabschluß einem Prüfungsabschluß gleichgestellt werden. Denn in der neuen Form der Erfolgsprobe anstatt Prüfung kann zwanglos getestet werden, wie weit der Lernende fortgeschritten ist. Hier besteht dann die Möglichkeit den Lernstoff noch weiter zu intensivieren. In diesem Teil der Lernstoffvermittlung lernt die/der Lernende wirklich für seine/ihre Zukunft die Anwendung der Lernstoffinhalte.

Denn der Bezug zur realen Anwendung ist im Projekt „Mit Hilfe“ der Grundgedanke. Beim Aufbau der Unterrichtseinheiten  ist die praktische Nachvollziehbarkeit leitend.. Regeln und Normen müssen einen nachvollziehbaren praktisch anwendbaren Nutzen nach sich ziehen. Lernende erstellen mit dem kreativen Projekt „Mit Hilfe“ unter Umständenganz neue und sinnvolle Wege und Regeln.

Für diese ausladende Form der Vermittlung von Lerninhalten benötigt man viel Raum für die Kreativität der Lernenden. Das ist glaube ich eine sehr gute Investition in die Zukunft.

Hinwiese zum neuen Lernen BÜNDNIS 90 DIE GRÜNEN Themen von A-Z Bildung, Integration, und ein Beitrag von Cem Özdemir im Magazin didacta Ausgabe 1/2010 zum Lebenslangen Lernen.

Möglicher Plan innerhalb einer IGS

Nachfolgend der Plan für die Struktur des LernFörderProjektes "Mit Hilfe" eingebunden in die integrierte Gesamtschule IGS.

Plan für die Aufteilung der Lernstoffvermittlung.

Lehrplan der IGS

LFP MitHilfe

Lernstofftheorie

Praxisanwendung

Dargebotene Lernfächer

Projektanwendung

Theoretische Lernfächer

Praxisnachweis

Naturwissenschaftliche Fächer

Projektanwendung

Normen und Richtlinien Lernfächer

Praxis Sinn u.- Zwecknachweis

Handwerkliche Lernfächer

Projektanwendung

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