BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Grüne Oldenburg Land

Projektplan zur Förderung der biologisch ökologischen Landwirtschaft

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Projektplan zur Förderung der biologisch ökologischen Landwirtschaft im Landkreis Oldenburg in der Samtgemeinde Harpstedt und der Gemeinde Prinzhöfte.

Benannt wird das Projekt:

 

BÜNDNIS 90 DIE GRÜNEN

Ökologische Landwirtschafts Genossenschaft

Prinzhöfte / Horstedt

Diese ökologische, landwirtschaftliche Genossenschaft, sollte sich an die Bioland und Demeter Erzeugerrichtlinien anschließen. Zur Stärkung der landwirtschaftlichen Familienbetriebe und der Abkehr von industriell hergestellter Nahrung und Besinnung auf den Anbau hochwertiger Lebensmittel, im Sinne von Erzeugern und Verbrauchern.

 

In diesem Projekt möchte ich mich dafür einsetzen, daß die landwirtschaftliche Tätigkeit wieder den Stellenwert bekommt, der ihr zusteht. Es geht in der Landwirtschaft darum, hochwertige Lebensmittel anzubauen, zu ernten und an den Verbraucher mit gutem Gewissen weitergeben zu können. Die Erzeugung von Lebensmitteln aus der ökologischen und biodynamischen Urerzeugung ist einer der wichtigsten Punkte in der Gesunderhaltung von Mensch und Tier.

In den letzten Jahren und ist eine Entwicklung in der Landwirtschaft zu beobachten, die Anlass zur Sorge gibt. In den ländlichen Regionen vieler Bundesländer, werden verstärkt große Huftier und Geflügel Zucht- und Mastanlagen gebaut. Diese Entwicklung bringt dem Landwirt und gleichermaßen dem Verbraucher Nachteile.

Bei den Landwirten treten mit dem Bau von Großzuchtanlagen Kapitalbindungen durch Gebäude Errichtungen und Fütterungstechnologie auf, die den Landwirt hoch verschulden, nur um am Massenmarkt bestehen zu können. Gleichzeitig sinkt die Stückqualität ihrer Produkte und sie können nur noch über die erzeugte Menge am Massenmarkt mitmachen. Nur wie lange noch?

Ebenso sieht es mit der Futtererzeugung und der Bereitstellung aus. Das der Landwirt, das an der Hofstelle benötigte Tierfutter selbst erzeugt, tritt in den Hintergrund. Es muss das teure Mastfutter von außen zugekauft werden, weil sonst die geforderten Quoten in der Zucht nicht erfüllt werden können. Somit besteht auch hier eine hohe Abhängigkeit der Landwirte vom Massenmarkt.

Dieses Vorgehen zwingt den Landwirt eine industrielle Marke auf, mit der er alleine dasteht und sich in die Abhängigkeit und vollständige Lenkung der Großkonzerne begibt. In jedem Fall steht am Anfang bereits fest wie wenig Ertrag der Landwirt für seine Mühen pro Stück bekommt. Allein bestimmt durch den Willen von Investoren und Großkonzernen, die nur ihren Vorteil sehen.

Der Landwirt steht genauso abhängig da, wie der unbekannte Leiharbeiter/Angestellte in einem namenlosen Unternehmen. Ebenso werden die Investitionen in einen immer größeren Nutzfahrzeugpark auf den Landwirt übertragen. Hält der Landwirt den Nutzfahrzeugpark nicht vor, kann er im industriellen Umfeld nicht mithalten und wird auf dem internationalen Markt der Nahrungsmittelerzeugung und Rohstofferzeugung schlicht übersehen.

 

Was dieser Markt von Massentierhaltung nach sich zieht, ist die Massenschlachtung oder Massenvernichtung von erzeugtem Fleisch.

 

Nur durch artgerechte Tierhaltung ist ein gesunder Fleischkonsum noch zu garantieren. Das Schwein, das Rind und auch das Geflügel sind Lebewesen wie du und ich und kein Grundwerkstoff für irgendwelche Nahrungsmitteldesigner. (BÜNDNIS 90 DIE GRÜNEN Themen von A-Z artgerechte Tierhaltung).

 

Wenn man sich vor Augen hält, dass die Massenvernichtung von Skandalfleisch auf dem Markt nicht auffällig geworden ist, wie hoch war der Anteil an sinnlos produziertem Massenfleisch. Hierfür wurden real existierende Lebewesen teilweise Säugetiere wie wir geboren, getötet um hinterher als Gammelfleisch vernichtet zu werden. Ist dieses Thema ein Tabuthema, wenn Ja, dann Guten Appetit.

 

Was erzeugt der Landwirt heute noch? Zum großen Teil ist er der Lieferant für Rohstoffe die industriell völlig zerlegt werden um dann umgewandelt als Imitate in der Nahrungsmittelerzeugung zu dienen.

 

Ein weiterer Schwerpunkt in der Landwirtschaft ist das Saatgut, wo dem Landwirt ständig die Großindustrie vorschreiben möchte und irgendwann vorschreiben wird, was wann zu tun ist. Nur mit großen Mühen können sich die Landwirte dem Einfluß der saatgut herstellenden Konzerne entziehen um ihre Anbauflächen gentechnikfrei zu halten. Dazu BÜNDNIS 90 DIE GRÜNEN (Themen von A-Z, Agra, Gentechnik freie Lebensmittel)

 

Das ist ein weiterer Schwerpunkt in der Landwirtschaft, vom Menschen gentechnisch veränderte Pflanzen. Ein inakzeptabler Eingriff in die Natürlichkeit der Pflanzen, die Mensch und Tier als Lebensmittel dienen und nicht als Nahrungsergänzungsprodukt.

 

Unsere Lebensmittel gehören dem Leben von Mensch und Tier, und nicht der Industrie, als Betriebswirtschaftliches Objekt der Verzinsung für irgendwelche Investoren und Großkonzerne.

 

Der Verbraucher, eigentlich der Kunde der Landwirte, sollte ebenfalls das Recht auf natürlich angebaute und geerntete Lebensmittel haben.

 

An diesem Punkt sollten Verbraucher und Landwirt sich einig sein und die Abkehr von Industrienahrungsmittel hin zum ökologischen Lebensmittel vollziehen. Und sämtlichen vorgeschobenen Horrorszenarien entgegentreten, das ohne die Gentechnik nicht genug Lebensmittel für die Weltbevölkerung erzeugt werden kann.

 

Nur durch den natürlichen Anbau natürlicher Lebensmittel kann vor Krankheit und Hunger global geschützt werden.

 

Den Landwirten sollte auch klar sein, dass das Motto, immer mehr Ertrag pro Quadratmeter Ackerfläche, auch mit immer mehr Dünger ein Ende hat, ein Quadratmeter bleibt ein Quadratmeter. Die Chemie, Pestizide, Fungizide usw. auf dem Ackerboden, den der Landwirt bewirtschaftet, ersetzt nicht den Boden, in den der Landwirt pflanzt.

 

Eine Steigerung sollte in der Verbesserung der Bodenqualität bestehen, durch Umstellung auf gesunde Bodenverhältnisse, die den Bodenstrukturen der Region angepasst sind. Ein Landwirt kann nicht ständig gegen die Bodenverhältnisse seiner Region ankämpfen. Er sollte eher dafür sorgen, dass seine harte Arbeit wieder honoriert wird. Dieses kann durch die Umstellung auf eine selbst verwaltete Hofstellennutzung geschehen. Der Landwirt kann dann wieder näher an den Verbraucher herantreten und seine erzeugten Güter direkt an seine Kunden verkaufen, zu einem angemessenen Preis der ihm zusteht.

 

Der Landwirt sollte seine Hofstelle wieder in die eigene Verwaltung nehmen und nicht den externen negativen Einflüssen überlassen.

 

Die Abhängigkeitsspirale zu externen negativen Einflüssen wird den Landwirten am Ende jede Selbstbestimmung nehmen. Die Gefahr dabei ist, dass den Investoren und Großkonzernen es am Ende egal ist, womit sie ihr Kapital verzinsen. Ist die Landwirtschaft am Ende steuern sie das nächste Investitionsobjekt an um es zu verzinsen.

 

Ob es um Ackerbau geht oder um Tierzucht, der sicherste Weg in eine nachhaltige Zukunft für Landwirte und Verbraucher geht über den Weg, der von den Ernährungstips und Verbrauchertips in den Veröffentlichungen der BÜNDNIS 90 DIE GRÜNEN (unter Themen von A-Z Agra Ökolandbau, Tierschutz, usw.) über die ökologische Landwirtschaft vorgeschlagen werden.

 

Daher mein Vorschlag für die Landwirtschaft im Landkreis bis in die Gemeinden, sich zu einer ökologischen Genossenschaft zusammen zu schließen, um den Umstieg in eine selbst verwaltete Zukunft mit hochwertigen Qualitätsprodukten einzuleiten und nachhaltig als Landwirt in den direkten Kontakt mit den Verbrauchern, den eigentlichen Kunden der Landwirte zu treten.

 

In einer solchen Genossenschaft könnte der Markt von den Landwirten selbst verwaltet erschlossen werden und in eigener Regie beliefert werden, ohne auf das Diktat des Großhandels hören zu müssen.

 

Ebenso kann dann auch mit der landwirtschaftlichen Vielfalt der erzeugten Produkte pro Familienbetrieb eine Nachhaltigkeit durch ein breiteres Angebotsspektrum für mehr Zukunftssicherheit gesorgt werden.

 

Eine Kapitalbindung in einzelne Großprojekte kann entfallen, den alles was der landwirtschaftlichen Urerzeugung unterliegt, würde wieder vom Fachbetrieb erzeugt werden können. Ein landwirtschaftlicher Familienbetrieb wäre in der Lage den kompletten Lebensmittelbedarf einer Familie liefern zu können, und das in höchster Lebensmittelqualität.

 

Die Arbeitsleistung der Landwirte und der Wert der Hofstelle des Familienbetriebes erhält seinen ihm zustehenden, hohen geldwerten und gesellschaftlich Stellenwert zurück.

 

Aus diesen Gründen möchte ich mich für die Stärkung und Förderung der landwirtschaftlichen Familienbetriebe in den Gemeinden bis in den Landkreis einsetzen.

 

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit

 

Bernd Behling

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