BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Grüne Oldenburg Land

Antrag für ein Verkehrskonzept in Hude

19.05.22 von Christian Lüdke

Wiederholt stellte die Grüne Ratsfraktion in den vergangenen Jahren Anfragen und Anträge bezüglich des (Rad-) Verkehrs in Hude. Pläne, z.B. für ein Vorrangroutennetz in Hude-Süd liegt der Gemeinde auch schon seit längerem vor. Passiert ist leider bisher wenig, es wurde immer wieder vertagt und vertröstet. Die Umsetzung der Radwegnovelle durch den Landkreis erhöht nun den Handlungsdruck. Daher fordern wir nun ein umfassendes Verkehrskonzept für die Gemeinde Hude, aus dem sich kurz- und mittelfristig Verbesserungen für den Verkehr ergeben, die dann entsprechend umzusetzen sind.  Zentrale Aspekte hierbei sollen die Aufenthaltsqualität und das Sicherheitsgefühl unserer Bürger*innen und Besucher*innen unserer Gemeinde sein, die auf den Verkehrswegen unterwegs sind. Das Auto darf nicht mehr alleine im Mittelpunkt der Verkehrspolitik stehen. Dies bezüglich haben wir einen Antrag für den nächsten Ausschuss für Gemeindeentwicklung und Umwelt im Juni gestellt und wollen das Thema diskutieren. 

Radwegnovelle des Landkreises erhöht Handlungsdruck

Es war absehbar, dass der Landkreis an Kreis- und Landesstraßen es nicht bei der Radverkehrsführung auf den schmalen, unebenen und unübersichtlichen Nebenanlagen belassen würde. Diese Wege entsprechen weder den Empfehlungen für Radverkehrsanlagen, noch den aktuellen Regelwerken. Die Situation auf den Bürgersteigen wurde immer wieder von verschiedenen Seiten kritisiert. Ganz wohl fühlen sich viele Menschen allerdings nicht, wenn sie  im Mischverkehr bei Tempo 50 mit Autos und LKWs auf der Fahrbahn radeln sollen. Tempo 30 wurde leider aufgrund fehlender Gesetzesgrundlage (so der Landkreis) abgelehnt. Seitdem die (zu kleinen) Piktogramme auf der Fahrbahn sind, wird man zwar nicht mehr ganz so harsch von Autofahrenden angegangen, aber der Weisheit letzter Schluss kann der aktuelle Stand nicht sein. Die Platzproblematik bzw. das Versäumnis, in den letzten Jahrzehnten den zur Verfügung stehenden Platz gerecht unter den verschiedenen Verkehrs- und Nutzungsarten zu verteilen, rächt sich nun.

Wir in der Gemeinde sind gefragt

Wo Land und Landkreis aufgehört haben, muss nun die Gemeinde reagieren, z.B. durch das Anbieten von alternativen Routen über Gemeindestraßen. Routen durch Nebenstraßen sollen aber entsprechend attraktiv für den Radverkehr sein, z.B. durch entsprechende bevorrechtigte Nutzung und Vorfahrt an Einbiegungen, statt Recht vor Links. Fahrradstraßen wären hier u.a. das Mittel der Wahl.

Die Schaffung von Aufenthaltsqualität trägt maßgeblich zum Erfolg von Tourismus und Einzelhandel in unserer Gemeinde bei. Daher müssen wir auch den Fußverkehr in den Blick nehmen. Insbesondere aber auch die Belastung durch den Schwerlastverkehr auf der Parkstraße.   

Durch die in Planung befindlichen großen Baugebiete wird sich das Verkehrsproblem noch verschärfen. Das merken wir auch vor unseren Kindergärten und Schulen bzw. auf den Schulwegen. Daher darf dieses Thema nicht weiter auf die lange Bank geschoben werden, damit wir alle sicher an unser Ziel kommen - ob zu Fuß, per Fahrrad, Bus, oder Auto. Daher ein Gesamtkonzept jetzt!

 

 

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