28.04.23 –
die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen bittet die Kreisverwaltung, sich im Rahmen des Planungsverfahren für den geplanten Ersatzneubau der 380 KV-Höchstspannungsleitung von Elsfleth-West zum Umspannwerk Ganderkesee dafür einzusetzen, dass die Maßnahme im Landkreis Oldenburg auf dem Bestandskorridor erfolgt.
Die bestehende 380 KV- Höchstspannungsleitung von Elsfleth-West nach Ganderkesee soll durch eine leistungsfähigere Stromleitung ersetzt werden. Dazu hat der Übertragungsnetzbetreiber TenneT erste Voruntersuchungen für andere Trassenkorridore vornehmen lassen. In dem vorliegenden Steckbrief für das Trassenkorridorsegment 116 zwischen den Ortschaften Bookholzberg und Hohenböken bestehen zahlreiche Konfliktbereiche. Das betrifft Schutzgüter wie z.B. Mensch und Natur. Konkret sind das Siedlungsannäherungen im Bereich der Ortschaften Bookholzberg und Hohenböken, Überspannungen von Naturschutz- und Landschaftsschutzgebieten, Naturdenkmale und geplante Biotopvernetzungen sowie Mastenstandorte im Hohenbökener Moor.
Diese Realisierungshemmnisse waren auch Thema in den stattgefundenen öffentlichen Veranstaltungen in Grüppenbühren und im Rathaus der Gemeinde Ganderkesee mit dem Übertragungsnetzbetreiber. In den Veranstaltungen gab TenneT zu erkennen, dass das Unternehmen einen Ersatzneubau der 380 KV-Höchstspannungsleitung auf dem Trassenkorridor der Bestandsleitung bevorzuge. Das sei aus technischer Sicht schwierig, aber möglich, ohne dass es zu einer Unterbrechung der Stromlieferung mit der bestehenden Leitung komme.
Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen bittet die Kreisverwaltung, sich bei der zuständigen Planungsbehörde, dem Amt für regionale Landesentwicklung Weser–Ems, während des Planungsprozesses dafür einzusetzen, dass der Ersatzneubau auf dem Bestandskorridor der 380 KV- Höchstspannungsleitung erfolgt.
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